SEBUS Sehbehinderte als RadtechnikerInnen

Weg vom Klischee: Sehbehinderte als RadtechnikerInnen!

Sehbehinderte Menschen als FahrradmonteurInnen? Das Schulungszentrum für blinde und sehbehinderte Menschen (SEBUS) macht es möglich und startete eine sechsmonatige Ausbildung. Dies ist wahrlich kein alltäglicher Kursbeginn. Nach Jahren der Planung gibt es zum ersten Mal in Österreich für stark sehbehinderte Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung im Bereich Fahrradtechnik zu beginnen.

Von Klischeeberufen wegkommen

Nie war das Thema aktueller – immer mehr Leute steigen entweder ganz aufs Rad um oder nutzen das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel immer häufiger. Und nicht nur in der Freizeit. Nun gibt es aber viele Fragen rund um den Drahtesel. Schon beim Kauf soll die richtige Entscheidung getroffen werden, um möglichst lange Freude am fahrbaren Untersatz zu haben.

Ist dies erst einmal geschafft, will das Fahrrad fachgerecht gepflegt und gewartet werden, ab und an werden Reparaturen fällig, Kindersitze und Körbe sind zu montieren. Da ist „Fachpersonal“ gefragt! In der Ausbildung bei SEBUS werden die TeilnehmerInnen theoretisch und praktisch von erfahrenen Trainern und Kooperationspartnern umfassend ausgebildet.

„Wir wollen von Klischeeberufen für sehbehinderte Menschen wie BesenbinderInnen oder TelefonistInnen wegkommen“, erzählt SEBUS-Leiterin Mag.a Barbara Vielnascher, „und den Betroffenen etwas zutrauen. Außerdem ist das Fahrrad gerade in Wien eine boomende Branche“.

Vier sehbehinderte KursteilnehmerInnen

Partner der innovativen Ausbildung sind Wolfgang Brunner, seines Zeichens letzter geprüfter Fahrradmechanikermeister Wiens, Mag. Thomas Gerhardt, Inhaber des 2Rad-Shop Gerhardt, Werner Madlencnik und die Easy Drivers Radfahrschule Schladming und die Reparaturwerkstatt Bikekitchen.

Fahrradtechnik (v.a. Pflege-, Service- und Reparaturarbeiten) steht dabei ebenso am Programm wie Werkzeug- und Materialkunde, Radfahr- und Sicherheitstraining, ein Erste-Hilfe-Kurs und ein umfassendes Verkaufstraining. Ergänzt werden diese praxisorientierten Module durch Rechtsvorschriften für RadfahrerInnen, Produktsicherheit bzw. Haftung sowie die Themen Radfahren und Tourismus und Stadtentwicklung.

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