Workshop Radfahrlehrer-Zertifikat bei Fahrschultagung 2019

Im Rahmen der WKO Fahrschultagung in Schladming, präsentierten wir am 4. Oktober 2019 die "Ausbildung zum zertifizierten Radfahrlehrer". Heftige Diskussionen über Geschäftsmodelle und Kooperationen mit Fahrschulen machten den Abend sehr interessant.

Workshop Radfahrlehrer-Zertifikat bei Fahrschultagung 2019

Der Anteil der Radfahrer im Verkehr steigt. Geschulte Radfahrer haben ein höheres Sicherheitsbewusstsein. Fahrlehrer als Verkehrsexperten und können dazu ihre Kompetenzen ausbauen und sich als Radfahrlehrer zertifizieren lassen. Viele Schulen und Gemeinden fragen verstärkt nach Fahrradkursen für alle Altersgruppen nach.

Zur professionellen Schulung von Radfahrern konnte bei der Fahrschultagung, Herr Werner Madlencnik, Eigentümer der Easy Drivers Radfahrschule, das Leistungspaket für Kinder und Erwachsene vorstellen. Egal ob Trekkingrad, Laufrad, E-Bike, Mountainbike, Fatbike oder Lastenfahrrad: Die Kurse tragen mit fundierter Theorie und Praxis zu klimafreundlicher, gesundheitsfördernder Mobilität sowie erhöhter Sicherheit im Straßenverkehr bei. Das Programm klimaaktiv mobil des BMNT organisiert bei Interesse die Ausbildung zum zertifizierten Radfahrlehrer.

Mögliche Einsatzbereiche für ausgebildete RadfahrlehrerInnen:

Radfahrkurse (sowohl im Schonraum z.B. für Techniktraining als auch im Verkehrsraum für das Radfahren im Straßenverkehr) anbieten und organisieren. Die Zielgruppen, die die Ausbildung RadfahrlehrerIn gemacht werden kann, sind derzeit:

  • Kleinkinder
  • Kinder & Jugendliche
  • Erwachsene FahranfängerInnen
  • Erwachsene Fortgeschrittene

Folgende Geschäftsmodelle standen zur Diskussion:

  1. E-Bike Kurse für WiedereinsteigerInnen: in Kooperation mit dem örtlichen Fahrradhändler gibt es für jedes verkaufte Elektro-Fahrrad einen Gutschein für einen 1-stündigen E-Bike Einschulungskurs in der Fahrschule dazu. Österreichweit werden jährlich mehr als 150.000 Elektro-Fahrräder verkauft. 
  2. E-Bike Kurs für touristische Radverleiher: in Kooperation mit dem örtlichen (touristischen) Radverleih gibt es bei Langzeitmieten Einschulungskurse. Das könnte den Radverleihern auch aus der Haftung entlassen, für den Fall dass bei einem Unfall das Gericht klärt, ob die Einschulung am E-Bike auch ordnungsgemäß erfolgte.
  3. E-Bike Kurs für Jobrad-Modelle: mit der Steuerreform 2019 wird die Einrichtung eines JOBRad-Modells in Betrieben steuerlich dem E-Pkw gleich gestellt. JOBRad Modell = Mitarbeiter sucht sich Dienstfahrrad aus, Firma kauft an, Mitarbeiter nutzt das Dienstfahrrad auch privat und zahlt Nutzungsgebühr, nach 4 Jahren geht das Fahrrad in den Besitz des Mitarbeiters über. Da gibt es schon einige Anbieter (jobrad.de mit KTM, Movelo mit Flyer, Velocitee, etc.) d.h. eine Kooperation mit den Anbietern und das Einpreisen eines 1-stündigen E-Bike Einschulungstermins (bezahlt durch den Arbeitgeber) ist denkbar. 
  4. Radfahrkurse für Volksschulen: in Kooperation mit der örtlichen Volksschule wird als Vorbereitung für die Fahrradprüfung in der 4. Klasse für jede Klasse mehrere Kurse im Schuljahr angeboten. Hier ist eher die Finanzierung das Problem, d.h. Finanzierungsquellen sind nicht einheitlich und wenig langfristig (Eltern, Elternverein, Landes-Gesundheitsförderungsfonds, Gemeinde als Schulerhalter)
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